Merkmale resilienter Teams
Damit Teams ihr Potenzial und ihre Stärken voll entfalten können, müssen bestimmte Faktoren stimmen (siehe auch das Modell der Teamresilienz-Pyramide). Diese teamstärkenden Faktoren betreffen sowohl die Beziehungsebene (emotionale Faktoren/Softfacts) als auch die Sachebene (überprüfbare Fakten/Hardfacts).
Die Teamleitung hat großen Einfluss auf die Resilienz des Teams. Dafür sollte sie sowohl die emotionale als auch die sachliche Ebene im Blick haben. Erfolgreiche Teams zeichnen sich durch ein starkes Wir-Gefühl auf der Beziehungsebene und eine effektive Organisation auf der Sachebene aus. Beide Ebenen müssen gut ausgestaltet sein, damit die Zusammenarbeit im Team gelingen kann.
Dabei gilt: Die Beziehungsebene und die Sachebene beeinflussen sich gegenseitig. Knirscht es auf der Beziehungsebene, entstehen Konflikte, die sich auch auf die Teamleistung auswirken. Umgekehrt drückt eine schlechte Organisation immer auch auf die Stimmung im Team.
Die Beziehungsebene im Team (Kohäsion):
Stimmen die Beziehungen im Team, dann herrscht ein Klima von gegenseitigem Respekt, Vertrauen und Wertschätzung. Das Team erlebt und lebt dann das, was die Harvard-Professorin Amy Edmondson als „psychologische Sicherheit“ bezeichnet.
Psychologische Sicherheit wurde in verschiedenen Studien als wichtigster Erfolgsfaktor von Teams identifiziert. (Hier erfahren Sie mehr dazu…) Psychologische Sicherheit in Teams bezeichnet laut Amy Edmondson „eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der sich alle Teammitglieder sich offen äußern können, ohne beschämt zu werden, abgewiesen zu werden, oder sonst wie negativ sanktioniert zu werden“. Nur wo psychologische Sicherheit im Team herrscht, ist ausreichend Vertrauen vorhanden, damit sich die Teammitglieder offen und konstruktiv äußern und Lösungsvorschläge entwickeln.
Unterschiedliche Sichtweisen und Meinungen sind dann willkommen und bereichern die Zusammenarbeit. Fehler können offen angesprochen und als Lernaufgabe betrachtet werden. Voraussetzung ist, dass die Teammitglieder spüren, dass sowohl sie als Menschen als auch ihre Teambeiträge wertgeschätzt werden.
Die Sachebene im Team (Lokomotion):
Damit ein Team hohe Leistungsfähigkeit entwickeln und aufrechterhalten kann, müssen die Ziele klar definiert und die Zusammenarbeit effektiv organisiert sein. Nur wenn Strukturen, Rollen und Verantwortungsbereiche passend definiert und transparent sind, kann das Team gut zusammenarbeiten. Die VUCA-Welt mit ihrer hohen Komplexität und Dynamik erfordert einen permanenten Anpassungsprozess der Organisation. Deshalb sind Teamleitungen heute immer wieder gefordert, Ziele, Strukturen, Prozesse und Prioritäten zu überprüfen und anzupassen. Dies gelingt am besten durch einen gemeinsamen Reflexionsprozess im Team.
Teamstärke und Teamresilienz als Entwicklungsprozess
Teams müssen sich heute permanent mit Veränderungen auseinandersetzen. Durch den Fortschritt von KI sowie den zunehmenden internationalen Wettbewerbsdruck verändern sich die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit ständig. Deshalb sind Teams gefordert, sich immer wieder neu anzupassen und auszurichten. Die Entwicklung von Teamresilienz und Teamstärke ist somit ein kontinuierlicher Prozess, der immer wieder neu reflektiert werden sollte.
Checkliste teamstärkender Faktoren:
Die nachfolgende Checkliste bietet Ansatzpunkte, um das eigene Team einzuschätzen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren:
Sachebene: Effektivität der Zusammenarbeit
Mit unseren Team-Workshops, Coachings und Seminaren unterstützen wir Führungskräfte und ihre Teams dabei, ihre Resilienz weiterzuentwickeln. Senden Sie uns bei Bedarf gerne eine Anfrage.